Dass Mobilität ein Stück Freiheit bedeutet, er“fährt“ Professor Thomas Schempf beinahe jeden Tag. Kein Wunder: Als Professor der Betriebswirtschaft an der SRH Fernhochschule und strategischer Berater im Finanzbereich ist er viel auf Achse. Er legt die Strecken mit dem Zug zurück, denn Mobilität hat auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. „Da kommen pro Jahr schon gute 80 bis 90 Zugfahrten zusammen, wenn man die Hin- und Rückfahren jeweils rechnet“, erklärt Schempf. Diese Fahrtzeiten setzt der BWL-Professor ein, um zu arbeiten oder auch mal zu entspannen. Eine Freiheit, über die Autofahrer (noch) nicht verfügen. Manchmal kann er Privates und Berufliches miteinander verbinden: Dann wird der Beratungstermin in Oberschwaben zum verlängerten Wochenendausflug mit der Familie: „Meine Frau und die Kinder konnten sich während meines Termins bereits in der Region umsehen. Danach haben wir noch ein paar schöne Tage gemeinsam als Familie verbracht.“ Man sieht: Mobilität schafft Freiräume.

Der Weg ist das Ziel

Mobilität war im Leben des Wahl-Nürnbergers schon immer ein großes Thema. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank AG in Stuttgart entschloss er sich, sein praktisches Knowhow mit den theoretischen Grundlagen des Fachs zu verbinden und seinen Horizont in akademischer Richtung zu erweitern. „Damals gab es die Möglichkeit des berufsbegleitenden Studiums leider noch nicht“, so Schempf. Die Kombination aus Theorie und Praxis übte auf den Professor jedoch schon immer einen ganz besonderen Reiz aus. So verband er sein betriebswirtschaftliches Studium an der Universität Erlangen-Nürnberg mit der praktischen Beschäftigung bei der Dresdner Bank. In den Semesterferien pendelte er von Nürnberg zurück nach Stuttgart, wo er dann die nächsten drei Monate arbeitete. „… und das elf Semester lang“, lächelt Herr Schempf heute. Die Möglichkeit, dual zu studieren, wurde zwar nicht angeboten, das hielt den heutigen Unternehmensberater jedoch nicht davon ab, es trotzdem zu tun. Für ihn stand fest: „Praxis geht nicht ohne Theorie und Theorie nicht ohne Praxis.“ Diesem Credo ist er treu geblieben: Nach seinem Diplomstudium entschied er sich für eine Promotion und danach für eine Teilzeitstelle als Professor an der SRH Fernhochschule – The Mobile University.

Mobil. Praktisch. Gut.

Die Verbindung zwischen beruflicher Praxis und theoretischer Grundlage bestimmt bis heute seinen Berufsalltag. Seit über 21 Jahren lehrt der „mobile“ Professor an der Mobile University. Als Mitbegründer seines Fachbereichs Betriebswirtschaft begleitete er die Entwicklung der Hochschule aktiv. In Erinnerung an seinen eigenen Werdegang begrüßte er schon früh die Einführung digitaler Unterrichtsformen, die ein berufs- und ortsunabhängiges Studium erst möglich machen. Doch es gab auch einen anderen Aspekt, der ihm und zugleich vielen Studierenden wichtig ist: „Da meine berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung begonnen hat, wollte ich auch weiterhin finanziell immer unabhängig bleiben“. Diesen Wunsch teilen auch heute viele Berufstätige, die sich für ein Studium an der SRH Fernhochschule entscheiden, meint Schempf. Denn die Verbindung von Theorie und Praxis gestaltet sich wesentlich leichter als „das Büffeln von trockenem Unterrichtsstoff“. Schempf: „Zur Vermittlung von komplexen Sachverhalten verwende ich immer gerne Beispiele aus dem alltäglichen Umfeld der Studenten. So lösen wir gemeinsam praktische Fälle, die auch den Kommilitonen einen einfachen Zugang zu den Fragestellungen der Finanzwirtschaft ermöglichen“.
Auf den persönlichen Face-to-Face Kontakt möchte der Professor nicht verzichten: „Auch wenn die fortschreitende Digitalisierung die Weichen für das ortsunabhängige Studieren stellt, sind gemeinsame Erfolgserlebnisse bei einer Präsenzveranstaltung nicht gänzlich zu ersetzen“. Der besondere Mix aus individueller Unterstützung per Telefon oder E-Mail und die gemeinsame Arbeit an praxisbezogenen Projekten in einem der 21 Standorten ist daher ein besonderer Pluspunkt – für die Studenten und Dozenten.

Alles andere als alltäglich

Während die Lehrtätigkeit an einer Präsenzhochschule feste Vorlesungszeiten und Sprechstunden beinhaltet, bietet die SRH Fernhochschule auch für Professoren Freiheit und Flexibilität: „Wir sind die Hochschule, die zu Ihnen kommt“. Für einen vielseitig aktiven Dozenten wie Schempf ist dieser Umstand Gold-wert „An einer Präsenz-Hochschule könnte ich nicht gleichzeitig meinen beiden Leidenschaften nachgehen: dem Lehren und der Beratung“. So ist am Ende nicht nur das Studium, sondern auch die Lehre flexibel.

Über die Autorin

In guter Schempf’scher Tradition: Das Interview führte Kathrin Schwenker, Studentin im Studiengang Medien- und Kommunikationsmanagement im 7. Semester an der SRH Fernhochschule – The Mobile University und Vollzeit-Projektmanagerin bei der Stuttgarter Werbeagentur echolot.GROUP.