Fabian Tschök steht für mobil sein, auch wenn er sein ganzes persönliches, berufliches und Bildungs-Leben bisher in seiner Heimatstadt Dresden geblieben ist. Wie mobil ein Mensch ist, muss nicht zwingend an der Zahl seiner Studienaufenthalte im Ausland, verschiedenen Wohnorten oder Fernreisen gemessen werden. Die innere Mobilität, den Lebensweg beweglich und frei von festen Mustern zu wählen, kann ebenso mit „mobil“ übersetzt werden. Fabian Tschöks Lebensweg steht dafür.

Montags-Routine

Als nach dem Abitur in der Familie klar war, der Junge wird studieren, probierte er dies zunächst aus, doch schnell wurde ihm klar: Das ist nichts für mich. So machte er eine Ausbildung zum Medienkaufmann. Das Marketing- und Kommunitätsthema lag ihm besser. Er schloss mit einem sehr guten Ergebnis ab und begann in dem Beruf zu arbeiten. Tschök hatte das richtige Thema für sich gefunden. Obwohl er in der Kindheit eher ein Beobachter war, der wenig sprach, legte er nun los. Zugleich machte er sich als Fotograf nebenberuflich selbstständig, nahm Jobs an, setzte Ideen fotografisch um. „Trotzdem stellte ich bald fest, dass jeder Montag gleich war. Und alle anderen Tage waren wie Montag. Mir fehlte die Abwechslung.“, beschreibt Tschök heute seine Motivation, dann doch noch zu studieren. In der „Montags-Routine“ war es leicht für ihn, neben dem Beruf noch Kraft für ein Studium zu finden und dies in Regelstudienzeit. „In meiner Familie war ich hiermit in guter Tradition: Mein Großvater war ursprünglich Frisör. Dann hat er ein Fernstudium aufgenommen, Wirtschaft studiert und machte später dann seinen Doktor in Ökonomie. Das hat mich motiviert“, erzählt Tschök.

Herausforderungen

Zunächst überlegte und prüfte er lange, was und wo er studieren wollte: An der einen Fernhochschule gab es nicht die richtigen Studiengänge, dann wiederum war das Studienmodell nicht passend, bis er auf die SRH Fernhochschule stieß und Betriebswirtschaft und Management in der Vertiefung Marketing und Sales studierte. Danach reizte Tschök ein Masterstudium und er setzte mit einjähriger Pause mit dem M.A. Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mobile University fort. Zur gleichen Zeit wechselte er den Arbeitgeber. Beides fordert ihn gerade heraus, was Tschök in Ordnung findet. Seit Frühjahr 2019 ist Tschök Produkt Owner für ein Software-Tool, dass das Unternehmen, in dem er arbeitet, entwickelt. Insgesamt sagt Tschök von sich heute, dass er mobiler ist als vorher, was u.a. mit seiner Firma und dem Studium zusammenhängt. „Das brauche ich aber auch und das war eine der Prämissen hier zu studieren. Ich habe ein Studienzentrum vor Ort, das war mir wichtig, und kann den Rest digital einsenden… Das ist sehr convenient.“

Das Rad als Lernort

Dass er das leben kann, hängt seiner Meinung nach auch mit seiner Heimatstadt Dresden zusammen: „Die Stadt ist perfekt in Größe und Art, man hat genügend, wo man hingehen kann, ist auch schnell draußen auf dem Land. Daher habe ich noch nie ein Auto besessen – trotz meines Führerscheins.“ Mobil ist er trotzdem. Tschök ist enthusiastischer Radler und erledigt alle Wege mit dem Fahrrad – bei Wind und Wetter. Laufen oder öffentliche Verkehrsmittel sind ihm zu langsam. Und es gibt noch einen Vorteil vom Radeln: Lernte er früher im Lesesaal, um sich zu motivieren und konzentriert zu arbeiten, so ist nun oft das Fahrrad der Ort des Lernens. Seit kurzem lässt Fabian Tschök auf dem Elberadweg unter seinen Kopfhörern Lehrinhalte als Podcasts laufen, eine Form, für die sich der 33-jährige nun auch beruflich begeistert. Vor kurzem hat er einen eigenen Podcast über Open Source Software (OSS) Marketing für seine Firma aufgenommen.