Studium als Auszeit

Benjamin Schöck ist Wirtschaftsingenieur und Fachinformatiker, Gründer einer IT-Firma und führt einen Handwerkerbetrieb. Er ist Vater von 2 Kindern und macht nach seinem Meister nun auch den Master. Fragt man ihn danach, wann er das alles schafft, lacht der sportliche Entrepreneur sein Gegenüber an. Er sagt, dass er einfach gerne lernt und noch viel mehr Wissen erleben und erlernen möchte. Studieren nutzt er als seine Auszeit, um seinen Horizont kontinuierlich zu erweitern, denn Stillstand bedeutet allzu oft einen Rückschritt. Geht er auf Reisen, lädt er sich also die Vorlesungsskripte und Studienbriefe herunter und lernt: im Auto, in der Bahn, im Flieger. Was ihn reizt sind die neuen Entwicklungen, die die Wirtschaft dauerhaft und gründlich verändern werden. Mit seinem Studium Digital Management and Transformation taucht er in eine neue Welt ein, die es so erst noch geben wird. Der unruhige Geist ist unterwegs in die Zukunft.

Leben rund um den Globus

Unterwegs war der 39-Jährige schon als Kind. Er ist mit Reisen groß geworden, erzählt er: „Unterwegs zu sein, ist in mir, seit ich klein war, verwurzelt. Meine Mutter war Reiseverkehrskauffrau, die Großeltern hatten italienische Wurzeln und lebten ihren Traum der Altersruhe in Spanien – so durfte ich von klein auf die große Welt entdecken“. Inzwischen spricht er mehrere Sprachen und war als Erwachsener in vielen Ländern der Erde, um dort zu arbeiten. Seine Erfahrungen mit dem Reisen und in anderen Ländern konnte er direkt in einem multinationalen Konsumgüterkonzern einsetzen, bei dem er zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn als Fachinformatiker anfing. Aufgrund des internationalen Geschäfts verschoben sich dort manchmal ganze Arbeitstage, wenn er um 3 Uhr morgens begann, mit Teams rund um die Erde zu kommunizieren.

Familienzeit und Aufbauarbeit

Fünf Jahre lang genoss er diese weltweite Vernetzung. Dann kamen die Kinder und ihm war klar, dass er sie gerne aufwachsen sehen würde. Deshalb richtete er sich die vergangenen 10 Jahre regionaler in der Altersnachfolge eines Elektrohandwerksbetriebes aus. Zugleich hatte er auf Basis seiner speziellen Fachkenntnisse im Telekommunikationsbereich sein eigenes IT-Unternehmen gegründet und wollte dort erstmal Aufbauarbeit leisten. Doch wollte er lernen, sein persönlich lang gehegtes Ziel eines akademischen Abschlusses verfolgen. Daher begann er ein Fachhochschulstudium zum Wirtschaftsingenieur, das er 2018 erfolgreich beendete.

Lernen = Glück

Seit gut einem Jahr reist er nun auch wieder beruflich mehr, da die Kinder größer und selbstständiger geworden sind – er ist in Nairobi, Tel-Aviv, Seoul oder Moskau unterwegs. Doch dies reicht dem agilen und innovationsgetriebenen Unternehmer nicht: Er schaute sich auf dem Fernstudienmarkt nach einem Studiengang um, der die aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft aufgreift und diskutiert. Er fand ihn bei der Mobile University. Seit August 2018 studiert er daher wieder. Sein Fazit: Das Leben ist zu spannend, um nur eine Sache zu machen und lebenslanges Lernen ist eine seiner Erfüllung des Streben nach Glück.